Möglicherweise Ersatz für Nutzungsausfall bei Vorführboot

BGH, 04.12.2007 — VI ZR 241/06

IWW

Ist ein Verdienstentgang nicht konkret bezifferbar, wie zum Beispiel bei einem Geschäftsführerfahrzeug oder Vorführwagen, kann der Geschädigte eine Nutzungsausfallentschädigung auf pauschalierter Basis nach Tabelle verlangen. Dies muss auch für Vorführboote eines Yachthändlers gelten, ist aber bislang noch nicht richterlich entschieden worden.

 

Diese Entschei­dung ist eigentlich auf Kraft­fahrzeuge bezo­gen. Jedoch lassen sich die hier von der Recht­sprechung entwick­el­ten Grund­sätze oft­mals auf Sachver­halte mit Sport­boot­bezug über­tra­gen. Der BGH entsch­ied, dass dur­chaus die Möglichkeit ein­er geld­w­erten Entschädi­gung für den Nutzungsaus­fall eines Vor­führwa­gen beste­hen kann. Dies lässt sich unser­er Ansicht nach auf Vor­führy­acht­en bei Boot­shändlern über­tra­gen. Natür­lich kommt es auf die speziellen Umstände des Einzelfalls an, daher ist es immer rat­sam einen spezial­isierten Recht­san­walt zu beauf­tra­gen.